Im vergangenen Jahr hat IBM ihr Platform-as-a-Service (PaaS) Angebot unter dem Namen IBM Bluemix gestartet. Diese Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, Anwendungen zu entwickeln und hosten zu lassen, ohne sich um die Hard- bzw. Middleware kümmern zu müssen. Die komplette Skalierung übernimmt Bluemix nach Ihren Vorgaben für Sie.

Sie können zwischen verschiedenen Runtimes wählen (Java, node.js, PHP, …) und Services nutzen (LDAP, Watson, Mobile, …) um schnell und effizient and Ihr Ziel zu kommen. Dieser Dienst steht aktuell ausschließlich in der Cloud zur Verfügung.

Auf der InterConnect 2015 hat IBM angekündigt, Bluemix hinter die Unternehmensfirewall bringen zu wollen, also On-Premises bereitzustellen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Bluemix – Local im Sommer 2015 verfügbar ist.

IBM Bluemix Local

Über Preise, Preismodelle, Systemanforderungen, Rollout-Möglichkeiten und benötigte Skills ist aktuell noch nichts bekannt. Interessant ist der Ansatz aber auf jeden Fall. Es stellen sich aber auch einige Fragen:

  • Kann die aktuelle Infrastruktur eingebunden werden?
  • Wie können bestehende Applikationen auf Bluemix portiert werden?
  • Welche Runtimes und Services stehen vollständig lokal zur Verfügung, welche benötigen weiterhin einen Zugriff und Datentransfer nach außen (Stichwort: Watson)?
  • Wie können neue Services zur Verfügung gestellt werden, wenn diese in der Cloud verfügbar sind?
  • Welche Möglichkeiten wird es geben, Services von Drittanbietern zu nutzen?

Ich bin einmal gespannt, wie sich Bluemix – Local in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt. Dies könnte für IBM Business Partner ein ganz neues Betätigungsfeld werden. Insbesondere mit den letzten Ankündigungen, auch XPages Applikationen unter Bluemix laufen lassen zu können, wäre für Domino Partner ein Pfad in die Zukunft.

Derzeit läuft die InterConnect, IBMs große Business Konferenz in Las Vegas. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat IBM eine neue Plattform angekündigt: IBM MobileFirst.

IBM MobileFirst

Was bisher als Strategie von IBM propagiert wurde, wird nun zum Produkt, welches Kunden helfen soll, die Entwicklung, das Deployment und das Management von mobilen Applikationen zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen zeigt, dass es sich bei IBM MobileFirst aber nicht um eine ganz und gar neue Technologie handelt. Vielmehr basiert das gesamte Konzept und damit das Angebot auf IBM Worklight. Handelt es sich also nur um alten Wein in neuen Schläuchen? Jein! Natürlich werden mit IBM MobileFirst viele Dinge angeboten, die es bereits gab. Die Plattform wurde aber auch um einige Dinge erweitert, wie bspw. die Integration in Bluemix und mehr.

Ein Whitepaper gibt einen Überblick über die Architektur und Möglichkeiten von IBM MobileFirst. Es ist in jedem Fall spannend und wir bleiben hier am Ball…